Elvira Fröhlich entdeckt die Lasagne-Strategie

Elvira und die Lasagne-Strategie

Zu dieser Geschichte hat mich Susanne Lindenthal von Essen belebt, mit ihrer Blogparade „Das Lasagne-Konzept: Deine fabelhafte Geschichte zu Lasagne“ inspiriert. Die Idee sprach mich sofort an, doch dann hatte ich lange Leere im Kopf, oder besser zu viele Ideen, was ich dazu alles machen könnte.

Bis zu dem Moment, an dem ich in meinem Toskana-Urlaub im Restaurant Lasagne bestellte. Lasagne bestelle ich sonst nie, doch als hypno-systemischer Businessfluss-Coach wundere ich mich nicht mehr über solche Phänomene.

Ich saß also vor dieser herrlich duftenden Lasagne und plötzlich hatte ich "Kopf-Kino". Vor meinem geistigen Auge saßen meine Protagonisten Elvira und Claus Fröhlich ebenfalls beim Italiener und entdeckten dabei die Lasagne-Strategie. Doch lies selbst, ich bin gespannt, wie sie Dir gefällt.

Lasagne-Essen mit humorvollen Nebenwirkungen

Auf diesen Abend hat Elvira sich schon lange gefreut: endlich konnte sie wieder mit Claus alleine einen Abend zusammen genießen. Das ist selten, denn entweder haben sie Besuch oder sie sind mit Freunden zusammen. Oft ist einer von beiden auf einer Fortbildung oder hält selbst Vorträge. Diesen Abend wollte Elvira so richtig genießen.

Erst waren sie im Soul-Konzert. Mit den Karten hatte Claus sie vor zwei Wochen überrascht. Das hatte er lange vorbereitet und im Hintergrund dafür gesorgt, dass Elvi, so nennt er sie liebevoll, wirklich Zeit hat.

Nun sitzen sie erfüllt vom Sound der Stimmen bei ihrem Lieblingsitaliener und studieren die Karte. Als Elvira schon fast entschieden war, entdeckte sie die Seiten mit den Lasagne-Gerichten. Genau, Seiten! Nicht nur eine Lasagne, oder eine zweite für Vegetarier, nein 30 verschiedene Lasagne-Varianten gibt es hier.

Überrascht fragt sie Claus, ob er sie schon entdeckt hat. So etwas hatte sie noch nie gesehen. „Klar, ich wusste gar nicht, dass sie hier jetzt auch den Trend der Lasagne-Spezialitäten entdeckt haben. Es gibt sogar Restaurants, die nur Lasagne in allen möglichen Variationen anbieten, habe ich vor ein paar Wochen gelesen.“ „So wie die Suppen-Stuben?“

„Hm,“ nickt Claus zustimmend, „es ist schon erstaunlich, wie sehr sich die einen auf ein einziges Thema spezialisieren und dazu eine große Variations-Vielfalt kreieren und die anderen versuchen, möglichst alles anzubieten.“ „Oder sich auf etwas ganz anderes Ausrichten, wie hier. Da weiß ich, dass nur die besten Zutaten sehr fein zubereitet werden. In einem schönen Ambiente sitzen, verwöhnt werden…“ sinniert Elvira. „Und wir immer viel Freude mit dem Chef haben“ ergänzt Claus lachend.

„Das ist fast wie bei Dir in Deiner Praxis.“

„Wie meinst Du das?“ Elvira schaut ihn überrascht an „Ganz einfach, Du und Dein Team tun alles, damit sich die Patienten wohl fühlen. Ihr habt schöne Räume, die Farben sorgfältig ausgesucht und Du legst viel Wert auf die Düfte. Es ist wie eine kleine Oase des Friedens und der Ruhe, trotz Eures großen Betriebes.“

Elvira ist ganz gerührt. So hatte sie es noch nie gesehen. Aber es stimmt, genau so wollte sie es immer haben: eine Oase zum Auftanken in der Freude und Lachen all gegenwärtig sind. Manchmal hat sie das Bild einer erfrischenden Gesundheitsdusche, die jede Zelle durchspülen kann und damit die Selbstheilungskräfte stärkt.

Sie wollte immer eine Praxis führen, in der sie mit wunderbaren, engagierten Therapeuten, die sich gerne einbringen und mitgestalten, jeden Tag gerne verbringt. Das hatte sie geschafft. Dafür ist sie im ganzen Ort bekannt. Und sie ist stolz darauf und auch dankbar.

Doch in den letzten Monaten wurde sie immer gereizter. Mit Claus konnte sie herausfinden, dass die vielen Änderungen und Regelungen immer mehr Arbeitszeit für Verwaltung benötigten. Auch mussten sie immer mehr Patienten behandeln, dafür gab es dann kürzere Zeiteinheiten. Diesen Druck spürten sie alle - und doch war ihr das vorher gar nicht so bewusst.

Und noch etwas machte ihr Sorgen: wie sollte sie all die Marketing-Aktivitäten unter einen Hut bringen, damit die Menschen auch in Zukunft in ihre Praxis kommen? Alleine dafür könnte sie eine Vollzeitstelle schaffen, wenn sie alle Ideen umsetzen wollte.

Claus lacht fröhlich und holt Elvira aus ihren Gedanken.

„Ich musste gerade daran denken, wie wir unseren Kundengewinnungs-Prozess definieren. Das ist ein wenig wie bei der Lasagne.“

Elvira schaut ihn fragend an. Sie hat keine Ahnung, was Claus damit meint. Claus erklärt was er mit dem Lasagne-Prinzip meint:

„Schau mal: Erstens gibt es unglaublich viele verschiedene Varianten, so dass die Entscheidung schwerfällt. Außer Du hast einen Favoriten mit Deinen Lieblingszutaten gefunden. - Hast Du gesehen, es gibt hier sogar eine Trüffel-Lasagne! Ich glaube, die nehme ich. - Und oft nimmt der Gast vor lauter Überforderung die bekannte Pizza, wie immer. Bei uns in der Beratung ist das ähnlich.“

Claus Fröhlich hat seine Marketingberatungs-Agentur mit wenig Budget vor 10 Jahren aufgebaut. Heute hat er 20 Angestellte, ein großes Netzwerk von Freelancern und ist selbst viel auf Reisen. „Wir haben mittlerweile so viele Varianten von unseren Produkten, damit der Kunde auch wirklich bei uns fündig wird und kauft. Das Problem, auch wir haben den Überblick verloren, was wirklich alles vorhanden ist. So bieten wir doch immer wieder die gleichen Varianten an. Oder der Kunde hört sich das neue höflich an, nickt zustimmend und will dann doch die alte Vorgehensweise.“

„In meiner Praxis erleben wir das auch.“ Elvira fährt mit den Fingern durch ihre Locken und klemmt sie wieder hinter die Ohren. „Wir haben so viele Möglichkeiten und Techniken mit denen wir dem Patienten sehr individuell helfen können – und machen doch immer wieder die gleichen Sachen.“

Elvira denkt sofort an den Nachmittag. Da war wieder so eine Situation, die ihr mehr Energie zieht als sie zugeben möchte. Die Patientin hatte von ihrer Freundin einen Tipp bekommen und bestand jetzt darauf, diese Behandlung zu bekommen. Dabei war das überhaupt nicht passend. Noch mehr, Elvira hatte größte Bedenken, der Patientin zu schaden. Wieso hatte sie all diese Ausbildungen und Weiterbildungen gemacht, wenn jetzt jeder glaubt dem Therapeuten sagen zu können, wie er behandeln solle.

Claus beobachtet seine Frau still und aufmerksam. Er hat den schnellen Stimmungswandel sehr wohl bemerkt. Aber er kennt Elvira so gut, dass er weiß, sie wird gleich selbst sagen, was in ihrem Kopf gerade für ein Kino ist. Und sie hasst, zu früh unterbrochen zu werden.

„Ich dachte gerade an meinen Praxisalltag. Mich hat die Patientin heute zwar echt genervt mit ihrem Besserwisser-Getue. Doch normaler Weise ist es umgekehrt. Meine Mitarbeiterinnen sind richtig klasse. Sie geben sich richtig viel Mühe, die optimalen Pläne zusammen zu stellen und erklären die verschiedenen Möglichkeiten. Aber meistens wollen die Leute doch nur das, was sie kennen. Dem Vertrauten glauben sie einfach.

Manchmal wünsche ich mir die alte Zeit zurück. In der wir noch mehr Zeit für Gespräche hatten.

In meiner Ausbildung war das Grundlage einer guten Arbeit – aktiv hinhören und die passenden Worte einfließen lassen. Es heißt, Worte sind Zauber. Wie Du weißt, sind diese Patientengespräche für mich immer ein wichtiger Teil beim Heilungsprozess gewesen. Da nehme ich mir sehr gerne die notwendige Zeit. Auch wenn das heute nicht mehr von den Kassen bezahlt wird. Aber Du wolltest mir gerade vom Lasagne-Prinzip erzählen.“

„Stimmt. Weißt Du, dass es sogar eine Lasagne-Strategie gibt, die beschreibt wie mit Innermarketing Kunden begeistert werden können? Ich erklär Dir gleich was ich meine.

Du brauchst für die Zubereitung einer Lasagne gute Zutaten und einen Plan, wie Du die Schichten komponieren möchtest. In einem guten Gericht spürt der Gast immer die Liebe und Sorgfalt des Kochs oder der Köchin. Wie bei Deiner Oma. Sie ist immer so glücklich, wenn uns ihr Essen schmeckt. Und sie richtet alles sehr liebevoll ein: besonderes Geschirr, schöne Tischdekoration und sie stellt ihre kostbaren Gewürze mit auf den Tisch.

Ihre Vorbereitung dafür ist genau umgekehrt. Als erstes will sie, dass wir uns freuen und genießen. Sie weiß, was uns schmeckt und wie alles aussehen soll. Daran denkt sie beim Einkaufen und Planen. Und beim Kochen ist alles so eingerichtet, dass zum richtigen Zeit alles fertig ist.

Das ist wie bei einer guten Marketing-Strategie: Du fängst immer bei Dir selbst an und wirst Dir bewusst, wofür Du mit Deinem Unternehmen stehst.

Du denkst darüber nach, was Du für die Menschen wirklich bewirken möchtest. Danach überlegst Du, wen Du erreichen möchtest und in welcher Situation. Welche Emotionen sollen geweckt werden und welche Probleme des Kunden möchtest Du ansprechen. Wenn Du Deine Lasagne anschaust, was siehst Du?“

„Wunderbaren Käse, leicht angebacken und zerlaufen und darunter duftet die Bechamelsauce. Hmmm, schau mal, wie weich sie über die Gabel läuft. Und ich kann jetzt Schicht für Schicht erforschen, was da alles kommt. Die Nudelplatten wechseln mit der Füllung, diese harmoniert mit der Sauce und den unterschiedlichen Gewürzen.“ Genüsslich trinkt sie an ihrem Wein, eine Empfehlung vom Chef des Hauses. Dabei bemerkt sie, dass auch diese Kleinigkeit zur Gesamtkomposition gehört.

„Schicht für Schicht ist das Stichwort“, lacht Claus. „Die Lasagne-Strategie beschreibt die verschiedenen Schichten aus Kundensicht.

  1. Schicht: das erste Mal erfährt ein Mensch, dass es Dein Unternehmen gibt
  • das kann eine Empfehlung gewesen sein
  • durch Deine Homepage, die er zufällig bei der Internetrecherche entdeckt hat
  • ein Artikel von Dir in einer Zeitschrift
  • ein Video oder Deine tollen Blockbeiträge zum Beispiel
  • durch die social media Aktivitäten
  • ein Event von Dir

 

  1. Schicht: jetzt ist er gespannt, was noch alles kommt und möchte mehr erfahren
  • Hier haben viele einen Newsletter oder Infobrief für ihre Kunden und Interessenten
  • Oder halten regelmäßig Vorträge und kleine Workshops

 

  1. Schicht: Freuen auf die nächsten Impulse, die ersten haben schon voll ins Schwarze getroffen

 

  1. Schicht: Wunsch ins Gespräch zu kommen. 'Vielleicht passenden die ja genau zu meinem Anliegen. Bisher scheint es, dass sie mein Problem tatsächlich verstehen könnten und genug Erfahrung haben um mir zu helfen.' so oder ähnlich könnten die Gedanken sein.

 

  1. Schicht: Termin und klären, wie eine Behandlung oder Zusammenarbeit aussehen könnte.

 

„Wow, das ist ja spannend. Aber lass uns jetzt einmal den Abend und das Essen genießen und nicht mehr von der Arbeit sprechen. Das ist ein Thema für unsere Strategie-Gespräche zuhause, die ich so liebe.“

 

Inspirationen für Dich und Dein Business:

Spiel einmal mit dem Gedanken, Deine Sichtbarkeits-Strategie wäre wie ein Lasagne-Genuss für die Menschen.

  • Was transportierst Du von Deinem Herzensanliegen?
  • Wie sehen Deine 5 Schichten aus?
  • Was willst Du nicht mehr machen?

Schreib mir gerne Deine Gedanken.

Dies ist ein Artikel im Rahmen der Blockparade „Das Lasagne-Konzept: Deine fabelhafte Geschichte zu Lasagne“ von Susanne Lindenthal.

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Idee, Text: Anke Schubert-Hinrichs

Illustration Elvira Fröhlich: Maike Grunwald

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Die Querdenkerin

Anke Schubert-Hinrichs

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Mit Praxis Power pur begleite und ermutige ich feinSinnige Solopreneure, Therapeuten, Gesundheitsprofis und Coaches, ihrem eigenen Businessfluss zu folgen. Mit mir kommen Menschen in den Fluss und damit in ihre Präsenz.

Ich bin eine Querdenkerin und Chancenfinderin für gesunde Unternehmensführung und einfühlsames Marketing.

Vielseitige Unternehmer*innen entdecken ihren eigenen Businessfluss, bringen mit mir ihre Angebote unter ein Dach und erstellen ihr persönliches signatur system. Das große Abenteuer Kunde kann gut gerüstet und voller Freude erlebst werden.

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